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Kronprinz

Hotel-Restaurant

Im August 1843 benannte der Gastwirt Johannes Ziegler sein Gasthaus "zum Lamm" in "zum Kronprinzen" um.

Was hat den Wirt, der zwanzig Jahre zuvor mit seiner schwarz-rot-goldenen Fahne in Hambach für ein einiges Deutschland stritt zu dieser Namensänderung bewegt?

Vielleicht setzte er seine Hoffnung auf den bayerischen Kronprinzen Maximilian. Dieser heirate 1842 Marie von Preußen und beide bekamen das Hambacher Schloß (eine Ruine) zum Geschenk. Sie besuchten im Jahr darauf die Pfalz, und besonders Marie war von unserer Heimat sehr angetan. Sie hat Ihrem Schwiegervater derart von der schönen Gegend um den Breitenbühl nahe Weyher vorgeschwärmt, dass dieser dort mit dem Bau seines Schlosses Villa Ludwigshöhe begann.

Noch in den 1950er Jahren besuchte der letzte bayerische Kronprinz, Rupprecht, des öfteren die Villa.

Gustav Adolf Froelich

Froelichstraße

Ökonomierat Gustav Adolf Froelich wurde 1847 geboren. Er lebte in Edenkoben und war ein angesehener Weinfachmann seiner Zeit.

Er gehörte zu den ersten, die mit Schwefel den Graupilz (Oidium) bekämpften. Am Ende des 19. Jahrhunderts unternahm er mit großem Erfolg erste Versuche mit der sogenannten Bordolaiser Brühe (Kupferkalk) zur Bekämpfung der Blattfallkrankheit (Peronospora). Darüberhinaus war er der erste, der in unserer Gegend von dem seit der Römerzeit praktizierten Kammertbau auf die neuzeitliche Spaliererziehung überging.

Besondere Verdienste erwarb er sich durch die Selektion besonders fruchtbarer Silvaner-Reben. Noch heute sind in allen deutschen Weinbaugebieten "Froelich-Silvaner" verbreitet. Nicht zu vergessen ist seine Züchtung des Dunkelfelder, einer wenig verbreiteten, vor allem in der Pfalz und Baden angebauten roten Rebe.

Katharina Lutz

Kattelbas-Brunnen

Die Hebamme Katharina Lutz geb. Koch (1878 bis 1931) half über 1.000 Kindern in Weyher auf die Welt. Für die Weyherer war Sie die Kattel-Bas.

Mit dem Brunnen an der Ostwand unseres Rathauses verfügt Weyher wohl über das einzige Denkmal in Deutschland, das dem segensreichen Wirken einer Hebamme gewidmet ist. Darüberhinaus erinnert der Brunnen an die vielen Brunnen im Ort, die mit der 1893 verlegten Wasserleitung überflüssig wurden und nach und nach aus dem Ortsbild verschwunden sind.

Der nach Katharina Lutz benannte Kattelbas-Brunnen in Weyher wurde im Mai 2000 eingeweiht.

Georg-Josef Meyer

Josef-Meyer-Straße

Georg Josef Meyer war Winzer und Kronprinz-Wirt und als Meyer Sepp eine bekannte Persönlichkeit. Er war Winzer mit Leib und Seele und erhielt zahlreiche Ehrenpreise für seine Qualitätsweine. Und wehe einer wusse seine Arbeit nicht zu schätzen: Wenn sich ein Gast eine Zagarette anzündete, nahm er ihm das Glas wieder weg!

Er diente als Kavalerist (Ulan) in der bayerischen Armee und gehörte der Weyherer Pflichtfeuerwehr an, deren Kommandant er von 1929 bis 1936 war. Für seine Verdienste erhielt er 1936 das "Pfalz-Kreuz" verliehen..

Auch an Selbstbewustsein mangelte es ihm nicht. Er schrieb an die NASA, damit diese eine Flasche edlen Weyherer Weins auf die Mondmission mitnähme. Es ist nicht bekannt, ob der Wein bis zum Mond gelangt ist. Allerdings ist verbürgt, daß er nicht nach Weyher zurück kam

Landtag Rheinland-Pfalz

Jakob Ziegler

Jakob-Ziegler-Straße

akob Ziegler wurde 1895 in Weyher geboren. Er erlebte den 1. Weltkrieg als Artellierie-Offizier an der Westfront. Nach dem Studium der Physik und Mathematik übernahm er den elterlichen Betrieb. .
In den 1920er Jahren gehörte er als Zentrumspolitiker dem Gemeinderat unseres Dorfes an. Er war Mitglied der Bauernkammer sowie des Kreistages.
Nach dem Kriege war er sofort auf kommunaler und landespolitischer Ebene aktiv. Er war Mitbegründer der CDP (Christlich demokratische Partei), einer Vorläuferin der CDU). Nach Gründung der CDU war er deren erster Bezirksvorsitzender in der Pfalz..
Bereits 1945 war er von den Allierten als Bürgermeister in Weyher eingesetzt worden. In dem Amt wurde er nach der ersten freien Wahl nach dem Kriege bestätigt, er hatte es bis 1960 inne. An der Gründung des Landes Rheinland-Pfalz war er als Mitglied der beratenden Landesversammlung (MdBLV) beteiligt. Er gehörte dem Landtag des neuen Bundeslandes Rheinland-Pfalz in dessen erster Wahlperiode an. Er wurde zum Vizepräsident des Landtags gewählt, und übte dieses Amt vom 1. März 1950 bis zum 17. Mai 1951 aus. Er war Mitglied der ersten Bundesversammlung:
Am 7. Dezember 1974 verstarb Jakob Ziegler in Weyher.

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