Geschichte

Ein historischer Überblick über Weyher in der Pfalz.

4.000 bis 2.000 vor Christus
Jungsteinzeit

Hier gefundene Steinbeile stammen aus der Jungsteinzeit. Aus den wenigen Funden kann man mit Bestimmtheit keine steinzeitliche Siedlung in unserer Gegend ableiten. Es ist wahrscheinlicher, dass die Beile von vorüberziehenden Jägern stammen, dass diese steinzeitlichen Pfälzer hier ein Jagdlager unterhielten.

2. bis Mitte 4. Jahrhundert n. Chr.
Römerzeit

Die spärlichen Überreste eines römischen Gutshofes, einer Villa Rustica, wurden in Weyher im Rahmen der Flurbereinigung im Jahre 1964 „in der Blenk“, etwas südlich unseres Friedhofs gefunden. Aus den hierbei gefundenen Keramikscherben wurde abgeleitet, dass der Hof etwa im 2. Jahrhundert errichtet und um die Mitte des 4. Jahrhunderts aufgelassen wurde. Als die Alemannen Mitte des 4. Jahrhunderts in unser Gebiet einfielen, könnte ihnen dieses Anwesen zum Opfer gefallen sein. Von dieser römischen Villa leitet sich der Name unseres Ortes ab.

777
Erste urkundliche Erwähnung

Ein Ehepaar namens Alrat und Sigundina schenkte dem damals bedeutenden Reichskloster Lorsch Land im Speyergau, in einem Dorf namens „wilere“.

957 – 1803
Hochstift Speyer

In der Zeit von 957 bis 1803 gehörte unser Ort zum Hochstift Speyer. Dem Bistum Speyer gehörte Weyher schon seit den ersten Tagen der Christianisierung in römischer Zeit an. Bereits 1792 kamen die Franzosen in unsere Gegend. Weyher wurde Teil des Departements Donnersberg, und im Jahre 1803 wurde die geistliche Territorialherrschaft, und damit das Hochstift Speyer, abgeschafft.

1792
Frankreich

Das nahe Landau stand seit dem Ende des dreißigjährigen Krieges unter französischer Herrschaft. Von hier aus kamen die Weyherer schon früh in Kontakt mit den epochalen Neuerungen aus dem Nachbarland. Die Ideale der französischen Revolution wurden durch die Landauer Jakobiner in der Pfalz publik, Weyher wurde Bestandteil der Republik und erlebte Aufstieg und Fall des französischen Kaiserreiches.

1816
Bayern

Nach den Wirren der napoleonischen Kriege und den politischen Ränkespielen des Wiener Kongresses wurde die Pfalz 1816 bayerisch. Die pfälzischen Wittelsbacher erhielten durch Napoleon 1806 den bayerischen Königsthron und die Pfalz wurde rund 100 Jahre zum Nebenland. Dem Königreich folgte der Freistaat, die französische Besatzung und die zwölf Jahre währende Barbarei der Nazis.

1946
Rheinland-Pfalz

Im Jahre 1946 verfügte der französische General Pierre Koenig die Gründung eines rhein-pfälzischen Landes (d'un Land Rheno-Palatin). Mit seiner Verordnung Nr. 57 vereinigte der Befehlshaber der französischen Besatzungszone die bisherigen Oberpräsidien Hessen-Pfalz und Rheinland-Hessen-Nassau.